Mein Gartenwissen Logo Mein Gartenwissen .
Gartenkalender 2026

Gartenkalender 2026.

Der Gartenkalender 2026 für alle 12 Monate: Aussaat, Pflanzen, Schnitt, Ernte und Pflege — kuratiert und praxisnah. Damit du zur richtigen Zeit das Richtige tust.

Druckversion öffnen

Ein guter Gartenkalender spart ein ganzes Gartenjahr lang Zeit, Nerven und Fehlgriffe. Er zeigt Monat für Monat, welche Arbeiten im Garten gerade wichtig sind — von der Aussaat auf der Fensterbank im Februar bis zum Winterschutz im November. Der folgende Gartenkalender konzentriert sich bewusst auf 3–4 Aufgaben pro Monat, die wirklich zählen, statt dich mit einer endlosen To-do-Liste zu erschlagen.

Zusammenfassung: Gartenkalender 2026

  • 12 Monate, 48 Aufgaben — chronologisch sortiert, pro Monat 3–4 Schwerpunkte
  • 7 Task-Kategorien — Aussaat, Pflanzen, Pflege, Ernte, Schnitt, Schutz, Planung
  • Aktueller Monat automatisch markiert — du siehst sofort, was jetzt dran ist
  • Klimazonen 6–8 als Referenz — in wärmeren Lagen 1–2 Wochen früher starten
  • Eisheilige (11.–15. Mai) sind der Taktgeber für alle Freilandauspflanzungen
12
Monate im Kalender
48
Konkrete Aufgaben
7
Task-Kategorien

Schnellübersicht: Was passiert im Garten wann?

12 Monate auf einen Blick — mit Saison-Einfärbung und den aktiven Kategorien pro Monat. Klick auf einen Monat springt direkt zum Detail-Kalender.

Winter Frühling Sommer Herbst

Monat für Monat: Der Gartenkalender im Detail

Pro Monat ein ausführlicher Abschnitt mit allen Aufgaben, gruppiert nach Kategorie. Die Listen sind kuratiert für Winterhärtezone 7 (gemäßigtes Klima Mitteleuropas).

01 I

Januar

Winterruhe nutzen, den Garten planen.

Der Januar ist der stillste Monat im Gartenjahr. Kein Stress mit Aussaat, kein Unkraut, keine Hitze – dafür Zeit für Planung, Werkzeugpflege und den Gehölzschnitt bei Frostfreiheit.

Planung

Der ideale Monat, um das kommende Gartenjahr zu strukturieren – solange das Wetter keine Arbeit im Freien zulässt.

  • Anbauplan mit Fruchtfolge entwerfen (vier-Jahres-Rhythmus beachten)
  • Saatgut sichten, Haltbarkeit prüfen, fehlende Sorten bestellen
  • Beetskizze zeichnen, Kulturen einteilen
  • Gartentagebuch fürs neue Jahr anlegen
  • Neue Sorten recherchieren, Samenkataloge durchgehen

Schnitt

Kernobst (Apfel, Birne) wird im frostfreien Januar geschnitten. Steinobst (Kirsche, Pflaume) erst im Sommer, um Pilzbefall zu vermeiden.

  • Apfel- und Birnbäume bei Temperaturen über -5 °C auslichten
  • Quitten, Mispeln und Wildobst formen
  • Hecken NICHT schneiden (Vogelschutzzeit) – nur Form-Ausbesserung
  • Totholz aus Ziergehölzen entfernen

Pflege

Werkzeug und Material-Check stehen im Fokus. Wer jetzt aufräumt, startet im März stressfrei.

  • Gartengeräte reinigen, ölen, schärfen (Schere, Spaten, Sense)
  • Rasenmäher warten, Klinge schärfen lassen
  • Gewächshaus innen putzen, Glas säubern
  • Kompost umsetzen (falls nicht gefroren)
  • Schnee von Nadelgehölzen klopfen, damit Äste nicht brechen

Ernte

Wintergemüse steht bei mildem Wetter bereit – unter Vlies geschützt auch bei Frost.

  • Rosenkohl, Grünkohl (schmeckt nach Frost süßer), Porree
  • Feldsalat, Winterportulak, Asia-Salate aus dem Frühbeet
  • Topinambur und Pastinaken nach Bedarf ausgraben

Schutz

Winterschutz kontrollieren: Sturm, Schneebruch und Mäuse sind die Hauptrisiken im Januar.

  • Vlies und Tannenreisig auf Rosen prüfen
  • Mäuseschutz (Gitterröhrchen) an Jungobstbäumen kontrollieren
  • Kübelpflanzen im Winterquartier lüften, Gießstand prüfen
  • Vogelfutter nachfüllen (Meisenknödel, Streufutter, Sonnenblumenkerne)
  • Wasser für Vögel eisfrei halten
02 II

Februar

Die ersten Aussaaten unter Glas starten.

Im Februar beginnt das Gartenjahr aktiv: Chili und Paprika wollen auf der warmen Fensterbank vorgezogen werden, Obstbäume bekommen ihren letzten Winterschnitt, und jedes frostfreie Fenster wird genutzt.

Aussaat

Langsam keimende Arten kommen jetzt auf die warme Fensterbank. Keimtemperatur 22–25 °C, Grow-Light hilft bei kurzen Tagen.

  • Chili und Paprika (Keimung 2–3 Wochen, 22–25 °C)
  • Aubergine, Physalis, Artischocke
  • Tomaten (Ende Februar für frühe Ernte)
  • Porree/Lauch und Sellerie (Sellerie benötigt Licht zum Keimen)
  • Kohlrabi und Kopfsalat (kühler bei 12–15 °C)
  • Sommerblumen: Löwenmäulchen, Levkoje, Bartnelke

Schnitt

Februar ist der letzte sichere Monat für den Obstbaumschnitt vor dem Saftanstieg. Der Schnitt ist umfangreicher als im Januar.

  • Apfel-, Birn-, Quittenbäume auslichten und formen
  • Beerensträucher (Johannisbeere, Stachelbeere): alte Triebe entfernen
  • Himbeere (Sommerhimbeere): zweijährige, abgetragene Ruten herausschneiden
  • Hortensien (bauerngartenfrieden nicht vor März!) nur Winterschutz-Blüten entfernen
  • Sommerblühende Clematis (Gruppe 3) bis 30 cm zurückschneiden

Planung

  • Saatgut-Inventur: was ist keimfähig, was fehlt?
  • Aussaat-Kalender mit Vorkultur- und Direktsaat-Daten erstellen
  • Mischkultur-Pläne für die Beete finalisieren
  • Bezugsquellen für Jungpflanzen recherchieren (Ab-Hof, Gärtnerei)

Pflege

Kleine Pflegearbeiten an frostfreien Tagen bereiten das Frühjahr vor.

  • Hochbeet-Füllung kontrollieren, Mulch und Kompost nachlegen
  • Rhabarber mit Eimer oder schwarzer Folie abdecken für Frühtrieb
  • Obstbaumanstrich kontrollieren (Kalkanstrich gegen Frostrisse)
  • Kompost umsetzen und abgedeckt belüften

Ernte

  • Feldsalat, Winterportulak, Asia-Salate
  • Porree, Rosenkohl, Grünkohl (falls noch vorhanden)
  • Topinambur und Pastinaken

Schutz

  • Bei Frost unter -10 °C Kübelpflanzen zusätzlich einpacken
  • Nistkästen reinigen (vor Brutzeit ab März)
  • Igelhäuser ungestört lassen – Winterschläfer nicht stören
03 III

März

Der Garten erwacht. Jetzt geht es los.

März ist der Wendepunkt: die Vorkultur auf der Fensterbank wird breiter, erste Direktsaaten im Freiland sind möglich, und die großen Schnittarbeiten stehen an. Der Forsythienstrauch blüht und signalisiert den Rosenschnitt.

Aussaat

Warme Vorkultur und erste kühle Direktsaaten laufen parallel.

  • Vorkultur warm (Fensterbank): Tomaten, Gurken, Kürbis, Zucchini, Basilikum, Melone
  • Vorkultur kühl: Kohlrabi, Kopfsalat, Sellerie, Lauch
  • Direktsaat im Freiland ab Mitte März: Spinat, Radieschen, Rucola, Dicke Bohnen, Erbsen, Pastinake, Möhren (frühe Sorten)
  • Schnittlauch, Petersilie, Kerbel direkt ins Beet
  • Sommerblumen: Kapuzinerkresse, Ringelblume, Sonnenblume vorziehen

Pflanzen

Die ersten Jungpflanzen und Zwiebeln kommen ins Beet.

  • Frühkartoffeln ab Mitte März stecken (vorgekeimt, milde Lagen)
  • Steckzwiebeln und Schalotten setzen
  • Rhabarber teilen und umpflanzen
  • Beerensträucher pflanzen (wurzelnackt oder im Topf)
  • Stauden teilen: Funkien, Astilben, Phlox

Schnitt

Der Forsythienblüh-Termin ist der Indikator für den Rosenschnitt. Vorher: zu früh. Danach: passt.

  • Rosen: Edelrosen auf 3–5 Augen zurück, Strauchrosen leicht auslichten
  • Hortensien: Ballhortensien auf 20–30 cm, Rispenhortensien bis 2/3 zurück
  • Lavendel ins alte Holz – ein Drittel abnehmen, nicht in verholzten Bereich
  • Ziergräser bodennah abschneiden, bevor neue Triebe kommen
  • Sommerflieder (Buddleja) auf 4–6 Augen zurück
  • Ende März: Brombeeren zurückschneiden, alte Ruten entfernen

Pflege

  • Rasen vertikutieren bei abgetrocknetem Boden (nicht bei Nässe)
  • Kompost ausbringen, Beete oberflächlich lockern
  • Gewächshaus putzen, Anzuchterde vorbereiten
  • Hochbeet auffüllen (oberste Erdschicht erneuern)
  • Obstbaum-Leimringe und Pheromonfallen kontrollieren

Ernte

  • Rhabarber (Ende März, erste Stangen)
  • Bärlauch im Wald und Garten
  • Frühe Wintersalate, Spinat aus dem Frühbeet

Schutz

  • Vlies gegen Spätfrost bereithalten
  • Schneckenbarrieren aufstellen (Kupferband, Schneckenzaun)
  • Nistkästen hängen – Brutzeit beginnt
04 IV

April Jetzt

Erste Direktsaat, Beete vorbereiten.

Im April legt der Garten den nächsten Gang ein. Die Direktsaat-Fenster öffnen sich, Jungpflanzen kommen ins Freiland, und die erste Ernte steht an. Spätfrostgefahr bleibt aber bis Mitte Mai – Vlies griffbereit halten.

Aussaat

Viele Direktsaaten sind jetzt möglich. Bodentemperatur mindestens 8 °C, besser 10 °C.

  • Möhren, Rote Bete, Pastinake, Schwarzwurzel, Mangold
  • Salate (Pflück-, Eissalat, Rucola), Spinat, Mangold
  • Dill, Kresse, Kerbel, Koriander direkt
  • Buschbohnen ab Ende April (bei warmem Boden, sonst Anfang Mai)
  • Vorkultur: Kohlrabi, Porree/Lauch, Blumenkohl, Brokkoli, Wirsing, Chinakohl, Fenchel
  • Sommerblumen vorziehen: Zinnie, Sonnenblume, Cosmea, Tagetes

Pflanzen

  • Kartoffeln stecken (Hauptpflanztermin), vorgekeimt 40 cm Abstand
  • Steckzwiebeln und Lauchzwiebeln ins Beet
  • Erdbeerpflanzen setzen (falls nicht schon Herbst)
  • Stauden teilen und umsetzen
  • Kräuter im Topf: Thymian, Salbei, Rosmarin, Oregano

Pflege

  • Rasen düngen (Frühjahrsdüngung mit organischem Langzeitdünger)
  • Rosen düngen (1. Düngung)
  • Gründüngung einarbeiten oder mulchen
  • Nacktschnecken absammeln, Schneckenzaun prüfen
  • Hochbeet gießen und abdecken
  • Obstbaumspritzung (Austriebspritzung bei Bedarf)

Ernte

  • Bärlauch, Rhabarber (jetzt Hauptsaison)
  • Spargel (Ende April in milden Lagen)
  • Schnittlauch, Petersilie, Kerbel, Löwenzahn-Salat
  • Frühkräuter: Waldmeister, junge Brennnesseln

Schnitt

  • Verblühte Frühjahrsblüher ausputzen (Narzissen: Blätter stehen lassen!)
  • Forsythien direkt nach der Blüte zurückschneiden
  • Buchsbaum erster Formschnitt

Schutz

Die Spätfrostgefahr ist bis zu den Eisheiligen (11.–15. Mai) real.

  • Vlies oder Gartenfolie bei Frostwarnung bereithalten
  • Tomaten, Paprika NICHT ins Freiland – warten!
  • Erste Wespennester vorsichtig umsiedeln lassen
05 V

Mai

Nach den Eisheiligen: ab ins Freie.

Der Mai ist der Pflanzmonat schlechthin. Die Eisheiligen (11.–15. Mai) sind die kritische Schwelle: danach können alle empfindlichen Kulturen ins Freie. Parallel läuft die zweite Direktsaat-Welle.

Pflanzen

Nach dem 15. Mai (Ende der Eisheiligen) sind alle Warmkulturen sicher im Freiland.

  • Tomaten, Paprika, Chili, Aubergine
  • Gurken, Zucchini, Kürbis, Melone
  • Basilikum, Süßkartoffel, Süßmais
  • Sellerie, Mangold, späte Kohlrabi
  • Beet- und Balkonpflanzen: Geranien, Petunien, Surfinien, Lobelien
  • Dahlienknollen ins Beet (nach letztem Frost)

Aussaat

Zweite Direktsaat-Welle mit wärmebedürftigen Arten.

  • Buschbohnen, Stangenbohnen, Feuerbohnen
  • Mais (Reihenabstand 75 cm, Windbestäubung beachten)
  • Gurken, Zucchini, Kürbis direkt (milde Lagen)
  • Zweite Möhren-, Salat- und Radieschen-Saat
  • Basilikum ab Mitte Mai direkt möglich

Pflege

  • Rasen regelmäßig mähen (wöchentlich, nicht zu kurz)
  • Tomaten ausgeizen und aufbinden
  • Erdbeeren mit Stroh mulchen (schützt Früchte vor Erde)
  • Rosen düngen (2. Düngung), Blattläuse mit Wasserstrahl abspülen
  • Tomaten regelmäßig gießen, Laub trocken halten
  • Bewässerungssystem installieren oder testen

Ernte

  • Spargel, Rhabarber (bis 24. Juni / Johannistag)
  • Erdbeeren (Ende Mai, Frühsorten)
  • Radieschen, Salate, Kohlrabi, Spinat
  • Erste Kräuter: Schnittlauch, Petersilie, Kerbel, Waldmeister

Schnitt

  • Verblühte Frühjahrsblüher (Tulpen, Narzissen: Blätter stehen lassen)
  • Rhododendron und Azalee verblühte Blüten ausbrechen
  • Fliedertriebe nach der Blüte ausputzen
  • Forsythien spätester Termin für Schnitt

Schutz

  • Bis zum 15. Mai Vlies bereithalten – Eisheilige!
  • Schneckenkorn bei feuchtem Wetter (bienenungefährlich)
  • Rankhilfen für Bohnen, Tomaten, Gurken aufstellen
06 VI

Juni

Hauptwachstum. Gießen, mulchen, beobachten.

Juni ist der wachstumsstärkste Monat. Gegossen wird früh morgens, gemulcht wird gegen Verdunstung, und die erste Erntewelle läuft. Der längste Tag ist am 21. Juni.

Ernte

Die erste Welle der Sommerernte – Beerenobst und frühes Gemüse.

  • Erdbeeren (Hauptzeit Anfang bis Ende Juni)
  • Johannisbeeren (rot, schwarz, weiß) ab Mitte Juni
  • Sommerhimbeeren, Stachelbeeren
  • Frühe Kirschen (Morellen, Süßkirschen)
  • Frühe Kartoffeln, frühe Erbsen, Kohlrabi, Mangold
  • Salate, Rucola, Radieschen
  • Frische Kräuter: Dill, Schnittlauch, Petersilie, Minze

Pflege

Jetzt zahlt sich konsequente Pflege aus. Wasser, Mulch und regelmäßige Kontrolle sind entscheidend.

  • Tomaten ausgeizen, aufbinden, unterste Blätter entfernen (bessere Luftzirkulation)
  • Erdbeerranken entfernen (außer bei geplanter Vermehrung)
  • Rasen: 2. Düngung, wöchentlich mähen
  • Rosen entgeistern (ausgeblühte Blüten entfernen – fördert Nachblüte)
  • Gründüngung auf Freiflächen aussäen (Phacelia, Senf)
  • Bewässerung früh morgens, nicht abends (Pilzgefahr)

Aussaat

  • Zweite Sätze: Radieschen, Salat, Karotten (alle 2–3 Wochen)
  • Herbstkohl vorziehen (Weißkohl, Wirsing)
  • Lauchzwiebeln, Feldsalat für Überwinterung ab Ende Juni
  • Bohnen (späte Sorten für Herbsternte)

Pflanzen

  • Späte Tomaten, letzte Zucchini setzen
  • Porree auspflanzen (vorgezogene Jungpflanzen)
  • Lauchzwiebeln, Herbstsalate

Schnitt

Der Sommerschnitt an Obstbäumen hält Bäume kompakt und fördert Fruchtbildung.

  • Kirschbäume direkt nach der Ernte schneiden
  • Hecken erster Formschnitt (außerhalb der Brutzeit)
  • Rosen Sommerschnitt: Triebe auf ersten Fünffingerblatt zurück
  • Weinreben ausgeizen (Geiztriebe und überflüssige Blätter)
  • Sommerflieder nach der Blüte auslichten
  • Lavendel NACH der Blüte (Ende Juni) ein Drittel zurück

Schutz

  • Blattläuse: Marienkäfer fördern, mit Wasserstrahl abspülen
  • Kirschessigfliege bei Beerenobst: Netze spannen
  • Schneckenkorn bei feuchtem Wetter
  • Pilzkrankheiten (Mehltau, Kraut- und Braunfäule) beobachten

Planung

  • Fruchtfolge für Herbstbepflanzung planen
  • Urlaubsbewässerung organisieren
07 VII

Juli

Hitze, Ernte, Nachsaat.

Im Juli kulminieren Ernte und Hitze. Wer jetzt zweite Sätze aussät, erntet im Herbst. Wasser ist der knappste Faktor – Mulchen und morgendliches Gießen werden zur Routine.

Ernte

  • Süßkirschen, Sauerkirschen, Frühäpfel (Klarapfel, Stark Earliest)
  • Johannisbeeren, Himbeeren (Sommer), Stachelbeeren, Heidelbeeren
  • Frühpflaumen, erste Zwetschgen
  • Erste Tomaten (Frühsorten), Gurken, Zucchini
  • Kartoffeln (mittelfrühe), Zwiebeln (Trocknung starten)
  • Buschbohnen, Zuckererbsen
  • Hauptkräuterernte: Petersilie, Schnittlauch, Basilikum, Minze (Lufttrocknung)

Aussaat

Herbstkulturen müssen jetzt in den Boden, sonst werden sie zu klein vor dem Frost.

  • Feldsalat, Radicchio, Endivie, Zuckerhut
  • Spinat, Mangold, Pak Choi, Chinakohl
  • Herbstrübchen, Wurzelpetersilie, Lauchzwiebeln
  • Späte Möhren (Winterlagerung)
  • Asia-Salate, Winterpostelein
  • Zweijährige Blumen: Vergissmeinnicht, Stiefmütterchen, Goldlack

Pflanzen

Juli ist der wichtigste Pflanzmonat für Erdbeeren – wer jetzt setzt, erntet nächstes Jahr reich.

  • Erdbeer-Jungpflanzen bis Ende Juli setzen (15–20 cm Pflanzabstand)
  • Herbstsalate auspflanzen
  • Kohlrabi, Porree, Brokkoli
  • Lauchzwiebeln, Herbstblumen (Astern)

Pflege

  • Tomaten Geiztriebe konsequent entfernen, Blätter ausdünnen
  • Kompost feucht halten, mit Folie/Brett abdecken
  • Mulchen gegen Verdunstung (Rasenschnitt, Stroh, Laub)
  • Rosen: 3. Düngung, Verblühtes entfernen
  • Bewässerung früh morgens (5–8 Uhr), nicht abends
  • Rasen nicht zu kurz schneiden (4–5 cm gegen Austrocknung)
  • Kräuter ernten und trocknen (Vormittag, vor Blüte)

Schnitt

  • Kirschbäume nach Ernte schneiden
  • Buchsbaum zweiter Formschnitt
  • Flieder Formschnitt (Wasserreiser entfernen)
  • Johannisbeeren direkt nach der Ernte auslichten

Schutz

  • Gewächshaus schattieren (weiße Schattierung oder Vlies)
  • Obstbaum-Netze gegen Vögel
  • Urlaubsvertretung für Gießen organisieren
08 VIII

August

Volle Ernte, zweite Aussaat.

Der August ist Erntemonat – Tomaten, Gurken und Bohnen produzieren täglich. Gleichzeitig starten die letzten Aussaaten für den Winter, und die erste Planung fürs nächste Frühjahr beginnt (Blumenzwiebeln bestellen).

Ernte

Die Haupterntezeit – täglich kontrollieren, was reif ist, sonst werden Zucchini zu Keulen.

  • Tomaten, Paprika, Gurken, Zucchini, Aubergine (täglich)
  • Buschbohnen, Stangenbohnen, Feuerbohnen
  • Mittelfrühe Kartoffeln, Zwiebeln, Knoblauch (Laub trocknet ab)
  • Zwetschgen, Mirabellen, Birnen (Frühsorten)
  • Heidelbeeren, Brombeeren, Herbsthimbeeren
  • Kürbisse (Ende August, je nach Sorte), Mais
  • Hauptkräuterernte: Thymian, Majoran, Oregano, Salbei zum Trocknen

Aussaat

Letzte Chance für viele Wintersalate und Gründüngung.

  • Feldsalat (Hauptsaison), Winterportulak
  • Spinat, Mangold, Asia-Salate
  • Wintersalate: Endivie, Zuckerhut, Radicchio
  • Winterrettich, Winterportulak, Schwarzwurzel
  • Gründüngung: Phacelia, Senf, Winterwicken (schützt Boden bis Frühjahr)
  • Zweijährige: Bartnelke, Goldlack, Fingerhut

Pflanzen

  • Letzte Erdbeer-Jungpflanzen (bis Anfang August)
  • Herbstporree setzen
  • Winterblumen: Stiefmütterchen, Hornveilchen (Ende August)

Schnitt

  • Hecken zweiter Formschnitt (letzte Chance vor 1. März-Verbot – Brutzeit beachten)
  • Buchsbaum letzter Schnitt
  • Lavendel zweites Mal leicht formen
  • Verblühte Stauden ausputzen (Phlox, Rittersporn)
  • Steinobst: Pflaume und Kirsche nach der Ernte schneiden

Pflege

  • Kompost umsetzen und feucht halten
  • Tomaten entspitzen (keine neuen Blüten mehr)
  • Gurken und Zucchini ältere Blätter entfernen
  • Rasenkanten schneiden, vertikutieren bei Bedarf
  • Staudenrabatten auf Wildwuchs kontrollieren

Schutz

  • Obstbaum-Stangen stützen (Zweige brechen bei voller Last)
  • Schneckenkorn, falls feucht wird
  • Wespennester melden, nicht selbst entfernen

Planung

  • Blumenzwiebeln bestellen (Tulpen, Narzissen, Krokus)
  • Saatgut-Ernte aus eigenem Garten (Bohnen, Erbsen, Tomaten)
09 IX

September

Ernten, einlagern, Herbst vorbereiten.

Im September neigt sich das Gartenjahr, aber die Ernte steht auf dem Höhepunkt. Äpfel, Kürbisse, Wurzelgemüse – alles will gepflückt, gelagert und verarbeitet werden. Parallel beginnt die Herbstpflanzung.

Ernte

  • Äpfel (Haupternte der Lagersorten), Birnen
  • Zwetschgen, Mirabellen, späte Pflaumen, Quitten (Ende September)
  • Kürbisse (Hokkaido, Butternut, Muskat) – wenn Stiel holzig
  • Tomaten, Paprika (letzte volle Ernte)
  • Mais, Zwiebeln einlagern, Knoblauch
  • Rote Bete, Sellerie, Möhren, Pastinake (erste Stiche)
  • Kernlose Trauben, frühe Walnüsse
  • Kräutersamen: Dill, Fenchel, Koriander

Pflanzen

Blumenzwiebeln setzen und Stauden-Umzüge – September ist ideal, der Boden ist noch warm, die Wurzeln wachsen an.

  • Blumenzwiebeln: Tulpen, Narzissen, Krokus, Hyazinthen, Traubenhyazinthen
  • Knoblauch ab Mitte September stecken (überwintert, erntet nächsten Juli)
  • Winterzwiebeln (April-Ernte)
  • Stauden pflanzen: Astern, Herbstanemone, Fetthenne
  • Wurzelnackte Heckenpflanzen (Ende September): Liguster, Hainbuche
  • Wintersalate auspflanzen (Feldsalat, Endivie)

Aussaat

  • Gründüngung: Winterroggen, Winterwicken, Phacelia
  • Letzte Feldsalat-Saat (überwintert unter Vlies)
  • Spinat für Überwinterung
  • Mairüben für Herbsternte

Pflege

  • Stauden teilen (Phlox, Astilbe, Funkie, Pfingstrose)
  • Rasen: Herbstdüngung (kaliumbetont), vertikutieren
  • Kompost umsetzen, für Winter abdecken
  • Kürbis und Zucchini unter Brett/Stroh legen (Schutz vor Fäule)
  • Laub ab Ende September sammeln für Kompost
  • Rosen: letzte Düngung nur Kalium, keinen Stickstoff mehr

Schnitt

  • Verblühte Stauden zurückschneiden (Sonnenhut, Phlox)
  • Rosen nicht mehr schneiden (Triebe reifen aus)
  • Hecken Ende September letzter Schnitt

Schutz

  • Igelhäuser aufstellen/säubern
  • Laubhaufen für Igel und Insekten stehen lassen
  • Äpfel: Pflaumenwickler-Wellpappe an Stämme binden
10 X

Oktober

Laub sammeln, Beete abdecken, pflanzen.

Oktober ist der Monat der wurzelnackten Gehölze und der großen Aufräumaktion. Was nicht mehr erntet wird, geht ins Winterquartier. Laub ist kein Abfall – es ist Gold für Kompost und Mulch.

Ernte

Vor dem ersten Nachtfrost alles bergen, was nicht winterhart ist.

  • Letzte Äpfel, Birnen, Quitten
  • Kürbisse komplett abernten (Stiel 5 cm lang lassen)
  • Wurzelgemüse: Möhren, Rote Bete, Pastinake, Sellerie, Schwarzwurzel
  • Süßkartoffeln (vor erstem Frost)
  • Rosenkohl, Grünkohl (bleiben bis Winter draußen)
  • Letzte Tomaten grün ernten und nachreifen lassen
  • Walnüsse, Esskastanien, Haselnüsse

Pflanzen

Die Pflanzzeit für wurzelnackte Gehölze. Der Boden ist warm und feucht – ideal zum Anwachsen.

  • Wurzelnackte Rosen (deutlich günstiger als Container-Rosen)
  • Obstbäume: Apfel, Birne, Pflaume, Kirsche
  • Beerensträucher: Himbeere, Brombeere, Johannisbeere
  • Heckenpflanzen: Liguster, Hainbuche, Eibe
  • Stauden setzen und verpflanzen
  • Späte Blumenzwiebeln (Tulpen, Narzissen bis Ende Oktober)
  • Knoblauch stecken (falls nicht September)

Aussaat

  • Winterroggen als Gründüngung
  • Letzte Feldsalat-Saat unter Vlies
  • Saubohnen für Überwinterung (milde Lagen)

Pflege

  • Laub sammeln: unter Bäumen kompostieren, auf Beeten mulchen
  • Letzte Rasenmahd (nicht zu kurz, 4 cm stehen lassen)
  • Hochbeet auffüllen (Herbstlaub als unterste Schicht)
  • Kompost abdecken (Folie, Brett) gegen Auswaschung
  • Gartenteich: Netz gegen Laub, Pflanzen zurückschneiden
  • Wasserschlauch entleeren und frostsicher lagern
  • Schneckenbarrieren abbauen

Schnitt

  • Verblühte Stauden: je nach Art stehen lassen (Samenstände für Vögel)
  • Buchsbaum letzter Formschnitt
  • Beerensträucher: abgetragene Ruten entfernen
  • KEIN Rosenschnitt mehr (erfrieren sonst)

Schutz

  • Kübelpflanzen ins Winterquartier: Oleander, Olive, Zitrus, Hibiskus
  • Kübel frostempfindlich isolieren (Jute, Styropor, Vlies)
  • Staudenbeete mit Laub oder Reisig mulchen
  • Rosen anhäufeln (Erde um den Wurzelhals)
  • Tannenreisig auf empfindliche Stauden legen
11 XI

November

Einwintern, Rückschnitt, Werkzeugpflege.

November ist der Abschluss-Monat. Alles, was nicht einwintert, muss rein oder geschützt werden. Der Garten geht in die Ruhephase – und du kannst dir Zeit nehmen für Werkzeugpflege und Jahresbilanz.

Pflanzen

Solange der Boden frostfrei ist, gilt die Pflanzzeit für Gehölze weiter.

  • Wurzelnackte Obstbäume, Rosen, Heckenpflanzen (bis erster Dauerfrost)
  • Letzte Blumenzwiebeln (spätestens bis 15. November)
  • Winterharte Stauden umsetzen

Ernte

Wintergemüse wird laufend bei Bedarf geerntet – je mehr Frost, desto süßer wird es.

  • Rosenkohl (nach erstem Frost), Grünkohl
  • Porree, Pastinaken, Topinambur
  • Feldsalat, Winterportulak, Wintersalate unter Vlies
  • Späte Äpfel für Lagerung

Schnitt

Winterschnitt an Obstbäumen startet – aber nur bei Frostfreiheit über -5 °C und nicht bei Steinobst.

  • Apfel-, Birnbäume: Winterschnitt bei Frostfreiheit
  • KEIN Schnitt an Kirsch-, Walnuss-, Ahornbäumen (bluten stark)
  • Rosen auf 40 cm zurück (Winterschutzschnitt)
  • Hortensien NICHT schneiden (Blütenknospen am alten Holz)
  • Ziergräser stehen lassen bis März

Pflege

Garten winterfest machen – Wasser, Werkzeug, Teich.

  • Wasserhähne außen abstellen, Leitungen leeren
  • Gießkannen und Wasserkanister ins Frostfreie
  • Werkzeug reinigen, ölen, schärfen (Schere, Spaten, Sense)
  • Gartenteich: Pumpe raus, Eisfreihalter einsetzen
  • Rasenmäher warten, Benzin ablassen
  • Gewächshaus: Tropfschlauch leeren, Heizung einsatzbereit
  • Kompost fertig aufsetzen, mit Vlies abdecken

Schutz

Jetzt zahlt sich Winterschutz aus. Frost, Sturm und Nager sind die Risiken.

  • Rosen: Wurzelhals mit Erde anhäufeln, empfindliche Sorten mit Vlies einpacken
  • Stauden mit Laub oder Reisig abdecken
  • Tannenreisig auf Rhododendron, Lavendel, Salbei
  • Kübelpflanzen isolieren (Jute, Styropor-Platten)
  • Feldsalat und Wintersalate mit Vlies abdecken
  • Mäuseschutz an Obstbaumstämmen (Drahtgeflecht)
  • Verblühte Hortensien stehen lassen (Blüten schützen neue Knospen)

Planung

  • Gartentagebuch abschließen: was hat funktioniert, was nicht?
  • Fotos sortieren, Notizen fürs nächste Jahr
  • Werkzeug- und Saatgut-Wunschliste erstellen
  • Garten-Bücher fürs Winterleseprogramm bestellen
12 XII

Dezember

Der Garten ruht. Du planst das nächste Jahr.

Im Dezember ruht der Garten komplett. Nur Wildtiere, Vögel und die stillen Wintergemüse bleiben aktiv. Zeit für Reflexion, Planung und die ersten Vorbereitungen fürs neue Gartenjahr.

Ernte

  • Rosenkohl, Grünkohl, Porree (unter Schnee ausgraben)
  • Feldsalat, Winterportulak unter Vlies
  • Topinambur (frostresistent)
  • Lager-Äpfel kontrollieren, faulende aussortieren

Schnitt

Nur bei Frostfreiheit und nicht bei starkem Wind.

  • Obstbäume Winterschnitt (Äpfel, Birnen) bei >-5 °C
  • Weihnachtsbaum-Zweige ergänzend vom Eigenbaum (wenn vorhanden)
  • KEIN Schnitt bei Frost unter -5 °C (Rindenschäden)

Pflege

Minimaler Pflegeaufwand, aber zwei Dinge sind wichtig: Vögel und Zimmerpflanzen.

  • Vogelfutter täglich nachfüllen (Sonnenblumenkerne, Meisenknödel, Äpfel)
  • Wasserstelle für Vögel eisfrei halten
  • Nistkästen kontrollieren (NICHT reinigen, Brutzeit)
  • Zimmerpflanzen: sparsam gießen, nicht düngen, Heizungsnähe meiden
  • Orchideen und tropische Pflanzen: Luftfeuchtigkeit erhöhen (Schälchen, Sprühen)
  • Christbaum in Topf draußen akklimatisieren, dann 10 Tage innen

Schutz

  • Tannenreisig von Weihnachtsbaum auf Rosen und Stauden legen
  • Wurzelballen von Kübelpflanzen zusätzlich isolieren
  • Wühlmaus-Fallen in Nähe von Jungbäumen
  • Bei Schneelast: Nadelgehölze abklopfen
  • Wintergrün (Stechpalme, Mahonie) nach Bedarf bewässern (frostfreie Tage)

Planung

Jetzt ist die wichtigste Phase für die Weichenstellung des nächsten Jahres.

  • Anbauplan fürs Folgejahr mit Fruchtfolge (4-Jahres-Rhythmus)
  • Saatgut-Inventur: Keimfähigkeit prüfen (1-Jahres-Test)
  • Bezugsquellen sichten: Samengärtnereien, Regionale Sorten
  • Bestellung Jungpflanzen, wurzelnackte Gehölze
  • Garten-Bücher lesen (zu dieser Zeit günstig im Angebot)
  • Balkon- und Terrassenbepflanzung fürs Frühjahr planen

So nutzt du den Gartenkalender richtig

Der Gartenkalender ist kein starrer Fahrplan, sondern eine Leitlinie. Das Wetter, deine konkrete Region und dein Gartenstil bestimmen den Feintakt. Drei Prinzipien helfen, den Kalender effektiv einzusetzen.

📅

Monatsweise arbeiten

Am Monatsanfang die Karte des aktuellen Monats lesen und Aufgaben priorisieren. Drei bis vier Schwerpunkte reichen, um strukturiert zu arbeiten.

🌡️

Wetter beachten

Bei anhaltendem Frost verschieben sich Aussaaten und Auspflanzungen um ein bis zwei Wochen. Die Eisheiligen (11.–15. Mai) sind die kritische Grenze für Freilandauspflanzungen.

📍

Region einrechnen

In Weinbauregionen startet das Gartenjahr 1–2 Wochen früher, in Höhenlagen entsprechend später. Die Termine im Gartenkalender sind für Winterhärtezone 7 kalibriert.

Die 7 Task-Kategorien erklärt

Jede Aufgabe im Gartenkalender ist einer von sieben Kategorien zugeordnet. Das Farb-Label auf der Monatskarte signalisiert sofort, um welche Art von Arbeit es geht.

  • Aussaat — Säen von Samen, ob unter Glas (Vorkultur) oder direkt ins Freiland. Wichtig: Keimtemperatur pro Art prüfen.
  • Pflanzen — Setzen vorgezogener Jungpflanzen, Zwiebeln, wurzelnackter Gehölze. Zeitfenster oft eng.
  • Pflege — Gießen, Mulchen, Düngen, Ausgeizen, Vertikutieren. Der Dauer-Posten im Gartenkalender.
  • Ernte — Gemüse, Obst, Kräuter zum optimalen Zeitpunkt einholen.
  • Schnitt — Rückschnitt von Gehölzen, Rosen, Stauden. Zeitfenster streng (Bundesnaturschutzgesetz: Heckenschnitt nur Okt.–Feb.).
  • Schutz — Winterschutz, Schutz vor Spätfrost, Pflanzenschutz gegen Schädlinge.
  • Planung — Anbauplan, Fruchtfolge, Saatgutbestellung. Kalte Monate optimal nutzen.

Gartenkalender, Pflanzkalender und Aussaatkalender — der Unterschied

Die drei Begriffe werden oft synonym benutzt, decken aber unterschiedliche Ebenen ab.

Kalender-Typ Fokus Typischer Einsatz
Gartenkalender Alle Arbeiten im Gartenjahr Jahresübersicht, Priorisierung pro Monat
Pflanzkalender Pflanz- und Umpflanztermine Auspflanzen vorgezogener Pflanzen, Umsetzung wurzelnackter Gehölze
Aussaatkalender Aussaat-Zeitpunkte einzelner Kulturen Detailplanung Vorkultur vs. Direktsaat, Keimtemperatur-Check

Der Gartenkalender im Jahresrhythmus — 4 Phasen

Das Gartenjahr teilt sich grob in vier Phasen, die den Rhythmus aller Arbeiten prägen.

❄️

Winterruhe (Dez–Feb)

Planung, Gehölzschnitt bei Frostfreiheit, erste Aussaaten unter Glas ab Februar. Werkzeugpflege.

🌱

Frühjahr (Mär–Mai)

Hauptaussaat, Beete vorbereiten, erste Auspflanzungen. Ab den Eisheiligen ist das Freiland frei für empfindliche Kulturen.

☀️

Sommer (Jun–Aug)

Hauptwachstum, Pflege und Ernte. Zweite Aussaaten für Herbstkulturen im August.

🍂

Herbst (Sep–Nov)

Ernte, Einlagern, Gründüngung und Winterschutz vorbereiten. Gehölze wurzelnackt pflanzen.

Häufige Fragen zum Gartenkalender

Was ist aktuell im Garten zu tun?

Die Aufgaben des laufenden Monats findest du in der hervorgehobenen Monatskarte oben. Der Gartenkalender listet alle Aussaat-, Pflanz-, Schnitt-, Ernte- und Schutzaufgaben chronologisch. Der jeweils laufende Monat ist auf dieser Seite automatisch markiert.

Welche Gartenarbeit ist in welchem Monat wichtig?

Jeder Monat hat klare Schwerpunkte: Januar bis Februar dominiert Planung und Gehölzschnitt, März bis Mai die Aussaat und Auspflanzung, Juni bis August die Pflege und Ernte, September bis November das Einwintern. Im Gartenkalender sind pro Monat die 3–4 wichtigsten Aufgaben aufgelistet — keine erschöpfende To-do-Liste, sondern der Fokus.

Was ist der Unterschied zwischen Gartenkalender, Pflanzkalender und Aussaatkalender?

Ein Gartenkalender umfasst alle anfallenden Arbeiten im Gartenjahr — von Aussaat über Pflege bis Schnitt und Winterschutz. Ein Pflanzkalender konzentriert sich auf Pflanz- und Umpflanztermine. Ein Aussaatkalender listet nur die Aussaatzeitpunkte einzelner Kulturen (oft nach Vorkultur und Direktsaat getrennt). Der Gartenkalender ist damit das umfassendste Format.

Kann ich den Gartenkalender zum Ausdrucken speichern?

Ja. Über die Druck-Funktion des Browsers (Strg+P oder Cmd+P) lässt sich der Gartenkalender als PDF speichern oder direkt ausdrucken. Die Seite ist so gestaltet, dass alle 12 Monate kompakt auf wenigen Seiten Platz finden. Ein separates Gartenkalender-PDF wird aktuell nicht angeboten — der Browser-Print erzeugt ein sauberes Layout.

Gelten die Termine im Gartenkalender deutschlandweit?

Die Termine orientieren sich am gemäßigten Klima Mitteleuropas und den Winterhärtezonen 6 bis 8. In wärmeren Regionen (Weinbauklima, Süddeutschland) können Aussaaten 1–2 Wochen früher starten, in kühleren Lagen (Höhenlagen, Norddeutschland) verschieben sie sich entsprechend nach hinten. Die Eisheiligen (11.–15. Mai) sind der wichtigste Taktgeber für Freilandauspflanzungen.

Warum sind im Gartenkalender nur 3–4 Aufgaben pro Monat gelistet?

Weniger ist mehr: Der Kalender fokussiert auf die wichtigsten 3–4 Aufgaben pro Monat, damit du dich nicht in einer endlosen To-do-Liste verlierst. Jede Aufgabe ist einer Kategorie zugeordnet (Aussaat, Pflanzen, Pflege, Ernte, Schnitt, Schutz, Planung) und deckt das ab, was zu diesem Zeitpunkt wirklich entscheidend ist.

Weiterlesen

Für vertiefende Anleitungen pro Thema führen die folgenden Kategorien ins Detail: