🥕 Gemüse

Gurke

Cucumis sativus

(aktualisiert: ) 11 Min. Lesezeit
Gurkenpflanze mit grünen Früchten und gelben Blüten an einer Rankhilfe im Gemüsegarten
KI-generiert

Das Wichtigste in Kürze

  • Anbau: Vorkultur ab Mitte April, auspflanzen frühestens nach den Eisheiligen (Mitte Mai) bei über 15 °C Bodentemperatur.
  • Standort: Vollsonnig und windgeschützt, mindestens sechs bis acht Stunden direkte Sonne täglich.
  • Gießen: Täglich 1 bis 2 Liter pro Pflanze direkt an die Wurzel. Unregelmäßiges Gießen führt zu bitteren Früchten.
  • Düngen: Vor der Pflanzung 3 bis 5 Liter Reifkompost pro m² einarbeiten, ab Blühbeginn wöchentlich Flüssigdünger.
  • Ernte: Im Freiland ab Juli alle zwei bis drei Tage, Schlangengurken bei 30 bis 40 cm, Einlegegurken bei 8 bis 12 cm Länge.

Steckbrief

☀️
Licht
Sonnig
💧
Wasser
Hoch
🌱
Nährstoffe
Hoch
🧑‍🌾
Pflege
Mittel
Botanischer Name Cucumis sativus
Familie Kürbisgewächse (Cucurbitaceae)
Herkunft Südasien (Indien/Nepal)
Wuchshöhe 30-300 cm
Wuchsform Kletternd
Lebensdauer Einjährig
Winterhärte nicht winterhart
Giftigkeit Ungiftig
Blütezeit Juni, Juli, August (gelb)
Erntezeit Juli, August, September
Vorkultur April-Mai
Direktsaat Mai
Keimtemperatur 22-28 °C
Pflanzabstand 50-80 cm · Wie viele passen ins Beet?
Saattiefe 1-2 cm
Vermehrung Samen
Fruchtfolge 3 Jahre Anbaupause

Pflegekalender

Pflegekalender Gurke: Welche Arbeiten in welchem Monat anstehen
ArbeitJFMAMJJASOND
Vorkultur: April bis Mai
Direktsaat: Mai
Pflanzung: Mai
Blüte: Juni bis August
Ernte: Juli bis September

Beschreibung & Herkunft

Die Gurke stammt ursprünglich aus dem Himalaya-Vorland in Indien und Nepal, wo wilde Vorfahren der Art Cucumis sativus noch heute vorkommen. Seit mindestens 3.000 Jahren wird sie kultiviert. In Europa ist sie seit dem Mittelalter bekannt. Heute gehört sie zu den meistangebauten Gemüsepflanzen weltweit.

Als Kürbisgewächs entwickelt die Gurke lange, rankende Triebe mit rau behaarten Blättern und herzförmigem Umriss. An Ranken klettert sie an Stäben, Zäunen oder Netzen empor und kann dabei mehrere Meter Länge erreichen. Die leuchtend gelben Blüten sind eingeschlechtig: An einer Pflanze finden sich männliche und weibliche Blüten. Je nach Sorte sind Gurken auf Bestäubung durch Insekten angewiesen (Freilandsorten) oder tragen ohne Bestäubung Früchte (parthenokarpe Sorten für das Gewächshaus).

Das Fruchtfleisch besteht zu über 95 % aus Wasser und liefert nur etwa 12 kcal pro 100 g, was Gurken zu einem erfrischenden Sommergemüse macht.


Standort & Boden

Gurken brauchen einen vollsonnigen, windgeschützten Standort mit mindestens sechs bis acht Stunden direkter Sonne täglich. Wind trocknet die Pflanzen aus und begünstigt Pilzkrankheiten. Ein Platz vor einer Südwand oder Hecke ist ideal.

Der Boden sollte tiefgründig, locker und humusreich sein mit einem pH-Wert zwischen 6,0 und 6,8. Schwere Lehmböden müssen mit Sand und reifem Kompost aufgelockert werden, da Staunässe die Wurzeln schnell zum Faulen bringt. Gurken sind Starkzehrer und profitieren enorm von einer großzügigen Kompostgabe vor der Pflanzung: 3 bis 5 Liter Reifkompost pro Quadratmeter einarbeiten, am besten schon im Herbst oder im Frühjahr.

Hochbeet: Im Hochbeet gedeihen Gurken besonders gut: Die erhöhte Bodentemperatur und die lockere Substratstruktur kommen ihrem Wärmebedarf entgegen, außerdem schützt die höhere Lage vor Bodenkälte. Für Gurken eignet sich eine nährstoff- und humusreiche Füllung (Anleitung: Hochbeet befüllen). Die Rankhilfe befestigst du am Hochbeetrand oder an einem Gestell dahinter.

Gewächshaus und Folientunnel: Der Anbau im Gewächshaus oder unter einem Folientunnel verlängert die Saison und schützt vor Mehltau durch Regen. Im Gewächshaus sind tagsüber 20 bis 30 °C und nachts mindestens 15 °C ideal. Regelmäßiges Lüften beugt Schimmel und Mehltau vor. Weil Insekten im Gewächshaus seltener sind, eignen sich dort parthenokarpe Sorten wie ‘Passandra F1’, ‘Bella F1’ oder ‘Euphya F1’. Ein Folientunnel erhöht die Bodentemperatur um 3 bis 5 °C und schützt vor Spätfrösten: In Lagen mit kurzen Sommern kannst du darunter schon ab Anfang Mai pflanzen.

Balkon: Auf dem Balkon gedeihen Gurken am besten an einem geschützten, nach Süden ausgerichteten Platz, an dem die Hauswand Wärme speichert. Starker Wind trocknet die Töpfe schnell aus und beschädigt die Ranken.

Häufiger Fehler: Zu schattiger Standort führt zu schwachem Wuchs und wenig Früchten. Wenn der Platz weniger als fünf Stunden Sonne bekommt, lohnt der Gurkenanbau kaum.


Aussaat & Pflanzung

Vorkultur (empfohlen): Gurken lassen sich ab Mitte April in Töpfen mit 10 cm Durchmesser vorziehen. Einzeltöpfe oder Anzuchtwürfel sind besser als Saatschalen, weil Gurken keine Wurzelstörungen vertragen. Je Topf einen Samen 1 bis 2 cm tief in lockere, nährstoffarme Anzuchterde legen. Die Keimtemperatur sollte bei 22 bis 28 °C liegen. Eine Fensterbank über einer Heizung oder ein Anzuchtkasten mit Bodenheizung ist ideal. Bei optimaler Temperatur keimen Gurken innerhalb von drei bis fünf Tagen.

Gurken vorziehen: Samen einzeln in kleine Töpfe mit Anzuchterde legen
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Nach dem Keimen die Jungpflanzen hell und etwas kühler (18 bis 20 °C) stellen, damit sie nicht vergeilen. Etwa zwei Wochen vor dem Auspflanzen abhärten: die Pflanzen tagsüber an einen windgeschützten Platz ohne pralle Mittagssonne ins Freie stellen, nachts wieder reinholen.

Auspflanzen: Frühestens nach den Eisheiligen (Mitte Mai) ins Freiland, wenn die Bodentemperatur dauerhaft über 15 °C liegt. Setze die Jungpflanzen etwas tiefer, als sie im Topf standen: Der eingegrabene Stängel bildet zusätzliche Wurzeln und stabilisiert die Pflanze. Pflanzabstand: 50 bis 80 cm in der Reihe, 80 bis 100 cm zwischen den Reihen. Im Gewächshaus reichen 50 bis 60 cm, im Hochbeet etwa 60 cm. Die Rankhilfe (Stab, Netz oder Schnur) setzt du vor oder gleich bei der Pflanzung: Wer sie später einschlägt, beschädigt leicht die Wurzeln.

Direktsaat ist ab Mitte Mai möglich, verzögert die Ernte aber um zwei bis drei Wochen gegenüber vorgezogenen Pflanzen. Lege zwei bis drei Samen pro Pflanzstelle und lass nach dem Keimen nur die stärkste Pflanze stehen.


Pflege

Gießen: Gurken sind Starkzehrer in Sachen Wasser. In der Wachstumsphase täglich gießen, bei Hitze über 28 °C morgens und abends. Pro Pflanze und Gießgang etwa 1 bis 2 Liter direkt an den Wurzelbereich. Blätter dabei trocken halten: Nässe auf den Blättern fördert Mehltau. Unregelmäßiges Gießen führt zu bitteren Früchten, Platzen oder Fruchtabwurf. Eine etwa 5 cm dicke Mulchschicht aus Stroh oder Grasschnitt hält die Feuchtigkeit länger im Boden.

Gurkenpflege: Gurken direkt an der Wurzel gießen und Seitentriebe ausgeizen
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Düngen: Als Starkzehrer brauchen Gurken regelmäßige Nährstoffzufuhr:

ZeitraumDüngerDosierung
Vor der PflanzungReifkompost oder organischer VolldüngerKompost 3-5 l/m², Volldünger nach Herstellerangabe einarbeiten
Ab BlühbeginnFlüssigdünger (Tomaten-/Gemüsedünger)Wöchentlich nach Herstellerangabe
Bei GelbfärbungBlattdünger mit MagnesiumNach Bedarf

Für den Hausgarten eignen sich organische Dünger besonders, weil sie das Bodenleben füttern und Nährstoffe langsamer freisetzen. Ab Blühbeginn braucht die Gurke weniger Stickstoff und mehr Kalium, das Fruchtansatz und Geschmack fördert: Kaliumreicher Tomatendünger passt deshalb besonders gut.

Schnitt & Leitung: Gurken im Gewächshaus werden auf einen Haupttrieb erzogen, den du senkrecht an einer Schnur oder einem Draht nach oben führst: Seitentriebe bis zum 4. Blatt entfernen, darüber auf zwei Blätter nach der ersten weiblichen Blüte einkürzen. Hat der Haupttrieb die Höhe des Gewächshauses erreicht, kürzt du ihn ein oder lenkst ihn um. Im Freiland ist weniger Eingriff nötig: Hier wachsen Buschgurken oft ohne Eingriff, Schlangengurken profitieren aber von Leitung am Netz. Bei rankenden Freilandsorten kannst du Seitentriebe nach dem zweiten bis dritten Blatt einkürzen, damit die Kraft in die Früchte geht. Wichtig ist, dass Licht und Luft an alle Triebe kommen. Gelbe und abgestorbene Blätter regelmäßig entfernen.

Topf vs. Freiland: Im Topf (mindestens 20 Liter) trocknet das Substrat deutlich schneller aus als im Beet. Täglich auf Feuchtigkeit prüfen, bei Hitze zweimal, und alle zwei Wochen flüssig düngen. Als Substrat eignet sich nährstoffreiche Kübelpflanzenerde mit etwa 20 % Kompost, Abzugslöcher im Topf verhindern Staunässe. Als Rankhilfe dienen Stab, Spalier, Schnüre oder das Balkongeländer. Kompakte Sorten wie ‘Picolino F1’ sind für den Balkon besser geeignet als großwüchsige Schlangengurken. Ebenfalls geeignet sind ‘Patio Snacker’ (kurze Früchte von 12 bis 15 cm, sehr ertragreich), ‘Bush Pickle’ (buschig, für Einlegegurken) und ‘Spacemaster’ (robust, mittellange Früchte).

💡
Praxis-Tipp: Früchte regelmäßig ernten

Wer Gurken alle zwei bis drei Tage erntet, regt die Pflanze zur Bildung neuer Früchte an. Lässt man Früchte ausreifen und gelb werden, stellt die Pflanze die Produktion weitgehend ein.


Ernte & Verwendung

Erntezeitpunkt: Etwa 8 bis 12 Wochen nach der Aussaat kannst du die ersten Früchte ernten: Vorgezogene Pflanzen, die nach den Eisheiligen ins Freiland kommen, tragen ab Juli, im Gewächshaus geht es oft etwas früher. Schlangengurken sind erntereif bei 30 bis 40 cm Länge, Einlegegurken bei 8 bis 12 cm. Die Schale sollte fest und gleichmäßig grün sein. Leicht nachgebende Stellen deuten auf Überreife hin. Mit einer Schere oder einem Messer dicht am Stiel abschneiden, nicht abreißen.

Lagerung: Frische Gurken halten sich bei 10 bis 13 °C (zum Beispiel in einem kühlen Keller) etwa eine Woche, bei Raumtemperatur (18 bis 20 °C) nur zwei bis drei Tage. Nicht im Kühlschrank unter 8 °C lagern: Das schadet dem Aroma, und die Früchte bekommen weiche Stellen. Angeschnittene Gurken im Kühlschrank in Folie eingewickelt zwei bis drei Tage aufbewahren.

Haltbar machen:

  • Einlegen: Einlegegurken in Essig-Salz-Lake mit Dill und Knoblauch, klassisch und haltbar über Monate
  • Einfrieren: Gurken können eingefroren werden, verlieren aber ihre Knackigkeit und eignen sich danach nur noch für Suppen oder Smoothies
  • Fermentieren: Milchsauer vergorene Gurken (Salzgurken) sind ein probiotisches Superfood und halten kühl gelagert mehrere Monate

In der Küche: Gurken schmecken roh im Salat, als Tzatziki mit Joghurt und Knoblauch oder gedünstet in Suppen. Wenig bekannt, aber lohnenswert: gebratene Gurken mit Dill und Butter als Beilage. Die wertvollen Inhaltsstoffe sitzen überwiegend in der Schale, deshalb isst du Gurken am besten ungeschält.


Mischkultur & Fruchtfolge

Gute Nachbarn: Gurken profitieren von mehreren Begleitpflanzen. Bohnen lockern den Boden mit ihren Knöllchenbakterien und versorgen Gurken mit Stickstoff. Dill und Petersilie locken Nützlinge an und halten Blattläuse in Schach. Basilikum wirkt als natürliches Repellent gegen Spinnmilben. Knoblauch schützt vor Pilzkrankheiten. Auch Bohnenkraut und Kapuzinerkresse sind gute Nachbarn. Weitere Kombinationen findest du in der Mischkultur-Tabelle.

Schlechte Nachbarn: Tomaten und Gurken konkurrieren um die gleichen Nährstoffe und fördern gegenseitig Pilzkrankheiten wie Mehltau. Mindestens 1 bis 2 Meter Abstand halten. Kartoffeln übertragen Schädlinge. Zucchini als Verwandte aus der gleichen Familie begünstigt die Ausbreitung von Gurkenkrankheiten. Fenchel hemmt das Wachstum vieler Gemüsepflanzen.

Fruchtfolge: Gurken gehören zur Familie der Kürbisgewächse. Nach dem Anbau eine Anbaupause von mindestens drei Jahren einhalten, bevor wieder Gurken, Zucchini, Kürbis oder Melonen auf derselben Fläche wachsen. Danach passen Hülsenfrüchte oder Kohlgewächse gut als Folgekultur. Wie du die Beete über mehrere Jahre planst, zeigt die Fruchtfolge-Tabelle.


Krankheiten & Schädlinge

Kontrolliere die Pflanzen mindestens zweimal pro Woche, besonders die Blattunterseiten: Die meisten Gurkenkrankheiten schreiten schnell voran.

Echter Mehltau ist das häufigste Problem: Weißer, mehliger Belag auf den Blattoberseiten, besonders bei trocken-warmer Witterung. Vorbeugung durch ausreichenden Pflanzabstand und trockene Blätter beim Gießen. Hausmittel: Magermilch 1:9 mit Wasser verdünnt, wöchentlich auf die Blätter sprühen. Bei starkem Befall zugelassene Mittel auf Basis von Kaliumbicarbonat einsetzen.

Falscher Mehltau zeigt sich als gelbliche Flecken auf der Blattoberseite mit grau-violettem Belag auf der Unterseite, vor allem bei feuchtem, kühlem Wetter. Befallene Blätter sofort entfernen. Widerstandsfähige Sorten wählen.

Spinnmilben treten bei Trockenheit und Hitze auf: feine Gespinste auf der Blattunterseite, gelbliche Blattflecken. Regelmäßiges Besprühen der Blattunterseiten mit Wasser hilft vorbeugend. Bei Befall Neem-Präparate oder Raubmilben (Phytoseiulus persimilis) einsetzen.

Gurkenblattläuse sitzen als kleine grüne oder schwarze Läuse an Blattunterseiten und Triebspitzen. Dagegen hilft eine Schmierseifenlösung (15 ml Schmierseife auf 1 Liter Wasser) oder die Förderung natürlicher Feinde wie Marienkäfer und Florfliegen.

Gurkenmosaik-Virus wird durch Blattläuse übertragen: mosaikartige Verfärbungen, verkrüppelte Blätter und Früchte. Befallene Pflanzen entfernen und entsorgen (nicht kompostieren). Blattläuse konsequent bekämpfen (Knoblauchbrühe als Vorbeugung wirksam).


Beliebte Sorten

SorteTypBesonderheitEmpfehlung für
MarketmoreFreiland-SchlangengurkeRobust, bewährt, bitterfreiEinsteiger, Freiland
DelikessFreiland-SchlangengurkeSehr ertragreich, knackigFreiland, Hochbeet
Picolino F1Mini-SchlangengurkeKompakt, ideal für TöpfeBalkon, Kübel
Passandra F1Gewächshaus-GurkeParthenokarpe, keine Bestäubung nötigGewächshaus
VorgebirgstraubeEinlegegurkeTraditionelle Sorte, festes FleischEinlegen, Fermentieren

Salat-, Einlege- oder Schälgurke: Salatgurken (Schlangengurken) sind lang, glattschalig und mild. Sie eignen sich besonders für das Gewächshaus, gedeihen aber auch im Freiland. Einlegegurken haben eine feste, warzig-raue Schale und einen kräftigen Geschmack, vertragen Freilandbedingungen gut und tragen reichlich. Schälgurken (Armenische Gurke, Cucumis melo var. flexuosus) sind botanisch eine Melone mit gurkenähnlichem Geschmack. Sie werden bei 40 bis 60 cm geerntet und brauchen viel Wärme, also ein Gewächshaus oder eine warme Lage.

F1-Hybride oder samenfest? F1-Hybriden wie ‘Passandra F1’ sind auf hohen Ertrag, Krankheitsresistenz und gleichmäßige Früchte gezüchtet und tragen früher und reichlicher. Für die eigene Saatgutgewinnung taugen sie nicht, weil die Nachkommen nicht sortenecht sind. Samenfeste Sorten wie ‘Marketmore’ kannst du Jahr für Jahr selbst vermehren. Sie tragen oft etwas weniger, sind dafür genetisch vielfältiger und für den ökologischen Anbau interessant.

Tipp für Einsteiger: ‘Marketmore’ oder ‘Delikess’ sind unkompliziert, robust gegen Mehltau und liefern zuverlässig gute Erträge im Freiland.


Häufige Probleme & Tipps

Bittere Gurken entstehen durch Stress: unregelmäßiges Gießen, Kälteschocks unter 12 °C oder Nährstoffmangel regen die Pflanze zur Bildung von Cucurbitacinen an. Gleichmäßige Versorgung und kein Gießen mit kaltem Leitungswasser (lieber Regenwasser oder abgestandenes Wasser verwenden) beugen vor. Der Bitterstoff sitzt vor allem im Stielansatz und in der Schale: Bittere Früchte deshalb schälen und den Stielansatz großzügig abschneiden.

Gelbe Früchte haben zu lange an der Pflanze gehangen: Sie sind überreif und schmecken bitter. Vergilben Blätter und Früchte, kann auch Stickstoff- oder Magnesiummangel dahinterstecken. Regelmäßiges Düngen beugt vor.

Wenige weibliche Blüten bei Freilandsorten sind normal in der Anfangsphase: Die Pflanze bildet zuerst männliche Blüten. Kühle Nächte verzögern die Blütenbildung. Geduld zahlt sich aus.

Typische Anfängerfehler:

  • Zu früh auspflanzen (vor den Eisheiligen): Ein einziger Kälteschock kann die Pflanze dauerhaft schwächen
  • Zu wenig Rankhilfe: Gurken die am Boden liegen faulen schneller und sind anfälliger für Pilze
  • Überdüngung mit Stickstoff fördert Blattmasse, aber weniger Früchte, und macht die Pflanze anfälliger für Pilzkrankheiten. Ausgewogener Gemüsedünger ist besser als reiner Stickstoffdünger

Saisonverlängerung: Im September bei ersten Kälteanzeichen die Pflanzen mit Vlies abdecken. Das gibt oft noch zwei bis drei Wochen Ernte. Unreife Gurken können noch nachreifen oder als Einlegegurken verwendet werden.

Gurke: Infografik
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Ratgeber zu Gurke

Häufig gestellte Fragen

Quellen

MT

Michael Törner

Gartenexperte und Hobbygärtner

Ich bin Michael — Gründer von Mein Gartenwissen. Hier teile ich fundiertes Wissen rund um Gemüseanbau, Pflanzenpflege, Gartengestaltung und alles, was im Garten wächst und gedeiht — immer praxisnah und verständlich aufbereitet.

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Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt und redaktionell überprüft. Enthaltene Bilder wurden mittels KI generiert. Mehr erfahren